Sonnenschule Attendorn

 Grundschule der Hansestadt Attendorn
Katholischer Standort Westwall
Gemeinschaftsteilstandort Neu-Listernohl

19.03.2018

Der Klasse 2d stinkt`s gewaltig

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Bananenschalen in der grünen Mülltonne, Papier im gelben Sack, Joghurtbecher im Biobehälter.. .irgendwann „stank“ es Angela Klose und der Klasse 2d in Neu- Listernohl gewaltig. Alle Predigten zur Mülltrennung hatten bisher nicht gefruchtet und so beschloss Frau Klose, fächerübergreifend das Thema „Müll“ in Angriff zu nehmen. Sie schaffte neben der bereits vorhandenen gelben, grünen und braunen Tonne noch eine schwarze für den Klassenraum an, sie wurden mit Füllbeispielen beschriftet und los ging es mit der ordentlichen Mülltrennung. Vieles war einfach, manchmal mussten die Kinder aber auch überlegen. Wohin z.B. mit einem Klebestift, in dem noch eingetrocknete Klebereste waren? Und  Frau Kloses Teebeutel mit Früchten, Papier und einer Metallklammer? Im Zweifelsfall in die Resttonne.

Aber nicht nur die Mülltrennung, auch die Müllvermeidung, der Sinn und Unsinn von Verpackungen, der grüne Pfeil, der gar nicht immer grün ist und das Wort „Recycling“ wurden unter die Lupe genommen.

Neben den vielen sachlichen Informationen zum Thema gab es in Deutsch dann aber auch den lustigen Gegenpart zur Mülltrennung und  -vermeidung: Die Olchis. Diese kleinen Wesen, erfunden von Erhard Dietl, deren höchstes Glück eine stinkende Müllhalde ist. Sie brachten viel Spaß in den Unterricht und am Ende hatte jedes Kind eine eigene Olchi- Mappe zusammengestellt mit teils tollen kreativen Ideen. Jan Grote brachte sogar einen Schrottkuchen mit, die etwas bedenklich aussah, aber hervorragend schmeckte.

 

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Etwas fehlte in der Unterrichtseinheit allerdings noch: „Die Kinder müssten eigentlich unsere Müllberge auch noch mit eigenen Augen sehen und riechen und die aufwändige Arbeit mit großen Maschinen auch hören.

Also machte sich die Klasse 2d gemeinsam mit ein paar hilfsbereiten Eltern auf den Weg zum Recyclinghof in Attendorn, wo Herr Langenbach auf sehr nette Art und Weise viel Wissenswertes zu den einzelnen Containern zu erzählen hatte und spätestens am Ende des Rundgangs wussten die Kinder, warum wir eine „Wegwerfgesellschaft“ genannt werden. Das hätte kein Arbeitsblatt der Welt so intensiv veranschaulichen können, ist sich Frau Klose sicher.

 

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Noch intensiver wurden die Eindrücke für die Kinder dann auf dem Rundgang über die Kompostieranlage in Olpe, die von Frau Rahrbach sehr kindgemäß und anschaulich begleitet wurde: Am beeindruckendsten waren für die Kinder die riesigen, stinkenden und dampfenden Biomüllberge, in denen sich auch unzählige Fremdkörper wie Windeln, Plastik, Metalle u.a. tummelten.

Mit schweren Gerätschaften und großem Lärm wurden die Müllmengen abgetragen, hin- und hertransportiert, immer wieder umgeschichtet und belüftet  und von Fremdkörpern befreit, um dann endlich irgendwann ein nähstoffreicher Kompost zu sein.  „Wisst ihr eigentlich, dass es das Wort „Biomüll“ eigentlich gar nicht geben dürfte?“, fragte Frau Rahrbach die Kinder. „Es müsste „Biogut“ heißen, denn wir machen aus dem Bioabfall etwas sehr Gutes, nämlich Kompost, der noch reich an Nährstoffen ist und bei den Bauern für tolle Ernten sorgt!“

 

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